
Siebengebirge, Foto: R. Brocksieper
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Die malerische Kulisse des "Siebengebirges"
bildet bei Bonn das Tor zum Mittelrhein. Das älteste Naturschutzgebiet Deutschlands
belegt, dass der Schutz des Naturerbes in besonderen Fällen auch schon lange vor der
FFH-Richtlinie in breitem gesellschaftlichem Konsens erfolgreich über wirtschaftliche
Interessen gestellt werden konnte. |
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Das Naturschutzgebiet "Siebengebirge"
wird durch seine vielschichtige Geologie mit der vulkanischen Vergangenheit und seine
mannigfaltigen Lebensräume geprägt. Kleinräumig wechseln Hainsimsen- und Waldmeisterbuchenwald,
Erlen-Eschenwälder, Schluchtwälder, Stieleichen- und Labkraut-Hainbuchenwälder.
Die sonnenwarmen Felsen, die Obstwiesen und ehemaligen Weinberge sprachen bereits in den
Bildern der Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts die Menschen an und machen auch heute
noch den besonderen Reiz der Landschaft aus.
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Gelbbauchunke, Foto: H. König |

Spanische Flagge, Foto: M. Woike
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Zippammer, Foto: M. Woike |

Schwalbenschwanz, Foto: R. Brocksieper

Mauereidechsen, Foto: M. Woike
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Das Naturschutzgebiet "Siebengebirge"
ist eines der größten zusammenhängenden Laubwaldgebiete im Rheinland mit einer
Vielzahl von Quellen und naturnahen Bachläufen. Die trockenwarmen felsigen Süd- und
Südwesthänge bieten vielen gefährdeten und seltenen Tierarten Lebensraum, wie der Mauereidechse,
der Zippammer, der Blauflügeligen Ödlandschrecke und der Sichelschrecke.
Hier finden sich sogar (sub)mediterrane Pflanzen, wie das Berg-Steinkraut, die Karthäusernelke
und die Elsbeere. Das Siebengebirge ist wichtiger Lebensraum für Gelbbauchunke, Großes Mausohr, Bechsteinfledermaus,
Hirschkäfer oder die prioritär
geschützte Spanische Flagge – einen seltenen, farbenprächtigen Nachtfalter.
Mit Schwarz-, Mittel- und Grauspecht oder Nachtigall,
Neuntöter, Eisvogel
und Rotmilan lassen sich hier weitere Arten der EG-Vogelschutzrichtlinie in der
Natur beobachten. |
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